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Eisbergen mit seinen etwa 3.600 Einwohnerinnen und Einwohnern ist ein alter Ort. Nach der Hildburglegende wurden 896 in Eisbergen zwei Kirchen gegründet, die im damaligen Ostereisbergen gegründete Kirche gilt als der Ursprung der heutigen Dorfkirche. Die Kirche in Westereisbergen überdauerte die Zeiten nicht. Dies deutet darauf hin, dass Eisbergen aus mehreren Altsiedlungen zusammengewachsen ist. Am Twiesbach lag Westereisbergen, am Eiserbach Ostereisbergen und am Fülmer Bach Fülme. Dazu kam das nördlich gelegene Appenhusen. Aus den links der Weser aufgegebenen Orten Hatteln und Ottbergen wurden im späten Mittelalter einige Höfe nach Ostereisbergen verlegt. Sie behielten ihr Land auf der gegenüberleigenden Weserseite, so dass Eisbergen als einziger Stadtteil im weiten Umkreis bis heute Ländereien auf beiden Seiten der Weser hat.

Einen großen Einfluss auf die Dorfentwicklung hatte der Bau der Eisenbahn und des Bahnhofs. Der Bahnhof wurde weit im Westen angelegt, damit er auch von Veltheim aus erreichbar war. Der Bahnhof machte es möglich, in Eisbergen wohnen zu bleiben und andererorts eine Arbeit zu haben. So entwickelte sich die Bebauung vom alten Dorfkern in Richtung Westen.

Nach dem zweiten Weltkrieg siedelten sich viele Flüchtlinge in Eisbergen an, was zu einer weiteren Verdichtung der Bebauung führte. Bis zum Bau der Eisenbahn war Eisbergen fast ein reines Bauerndorf. Danach wurde es zunehmend Wohndorf von Arbeitskräften, die außerhalb ihre Arbeit hatten. Heute gibt es in Eisbergen nur noch drei Vollerwerbshöfe und vier in Fülme. Auch Handwerk, Handel und Gewerbe bieten im Dorf relativ wenig Arbeitsplätze. So sind die meisten Berufstätigen Pendler in die umliegenden Städte oder in andere Ortsteile von Porta Westfalica.

Trotzdem hat Eisbergen eine relativ gute Infrastruktur: Es gibt einen Supermarkt, ein Textilgeschäft, einen Architekten, ein Baugeschäft, eine Klempnerei und einen Heizungsbauer, eine Bäckerei und einen Bäckerladen, mehrere Gaststätten, Auto- und Motorradwerkstätten, Holzhandwerker, eine Gärtnerei, einen Drogeriemarkt, einen Schulbedarf- und Zeitschriftenladen und sogar einen Computerladen. Bei Ärger mit dem Finanzamt hilft ein Steuerberater, in anderen Rechtsfragen eine Anwaltsgemeinschaft. Geldgeschäfte kann man bei zwei Banken erledigen. Für die Gesundheit sorgen mehrere Hausärzte, ein Zahnarzt und eine Apotheke. Kinderbetreuung ist vom dritten Lebensjahr an im Kindergarten gewährleistet. Eine Grundschule mit Ganztagsschule steht für den Ausbildungsbeginn bereit. Weiterführende Schulen gibt es in den Portaner Ortsteilen Hausberge, Lerbeck und Holzhausen.