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Der Ort Kohlenstädt liegt malerisch neben Kleinenwieden am Weserradweg.
Im mit 55 Einwohnern kleinsten Ortsteil der Stadt Rinteln befand sich bis vor etwa 150 Jahren ein Verladeplatz für Steinkohlen und Sandsteine aus den Abbaugebieten am Bückeberg. Besonders der hochwertige Obernkirchener Sandstein trat hier seinen Weg zu bedeutenden Großbaustellen in ganz Nordeuropa an. So sind das alte Rathaus in Bremen, die Fassade des Leibnizhauses in Hannover, die Michaeliskirche in Hamburg, die Siegessäule in Berlin, die alte Börse in Kopenhagen und zahlreiche andere hochrangige Bauwerke aus dem Schaumburger Naturstein errichtet worden.
Dennoch ist der Name Kohlenstädt viel älter als der Verladeplatz. Er wurde bereits 1364, lange vor der ersten Erwähnung des Schaumburger Bergbaus, genannt und bezieht sich vermutlich auf die Bedeutung als „Kalte Stätte", denn auf den vergleichsweise feuchten Flurstücken unmittelbar an der Weser war Ackerbau nur zum Teil möglich.