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Der Bismarkturm

Der Sandsteinturm auf dem Eckberg -Der Bismarckturm in Bodenwerder
Die Idee zum Turmbau hatte Rentier Rütemeyer aus Kemnade im Jahre 1911. Es wurde ein Denkmalkomitee unter Vorsitz von Gemeindevorsteher Tacke aus Kemnade gebildet. Als Standort für den Aussichtsturm mit Feuerschale wurde der 205 m hohe Eckberg am rechten Weserufer in Bodenwerder-Kemnade ausgewählt. Als ausführender Architekt wurde Christian Füg aus Elberfeld beauftragt. Der aus rotem Sollingsandstein gebaute Turm ist 13 m hoch und kostete 5.500 Mark. Die Aussichtsplattform ist noch heute über eine Wendeltreppe mit 58 Stufen erreichbar. Auf der Plattform wurde eine Feuerschale angebracht, die mit Teer, Pech und gepresster Holzwolle befeuert wurde.

Über dem Eingang wurde ein Bismarck-Medaillon aus weißem Sandstein, hergestellt von Bildhauer Wilhelm Sagebiel aus Braunschweig, angebracht. Über dem Türsturz ist die Inschrift "Bismarck,/dem Schöpfer des Deutschen Reiches/1913" zu lesen. Der Turm ist ganzjährig geöffnet.
(Text mit freundlicher Genhmigung von:
» www.bismarcktuerme.de )

Übrigens: der Baron von Münchhausen wurde in Kemnade beerdigt und ruht dort heute noch, obwohl man gerade heutzutage denkt, er sei vielfach wieder auferstanden.

Kloster Kemnade

Das Kloster Kemnade an der Weser wurde um 960 gegründet von zwei Töchtern des Billunger Grafen Wichmann dem Älteren († 23. April 944), Frederuna und Irma in Kemnade, einem heutigen Ortsteil von Bodenwerder.
Namensgebend für das Kloster war der beheizbare Raum des Frauengemaches, die caminata. Daraus leitete sich auch der Name des Dorfes ab.
Erste Äbtissin wurde Frederuna. Durch das Erbe der Schwestern besaß das Kloster große Reichtümer: Dölme, Grave, Hehlen, Heyen, Hohe, Linse, Halle, Lüerdissen, Rühle, Forst, Börry, Tündern, Ohr, Esperde, Latferde, Grohnde, Hajen, Pegestorf und Bodenwerder.
Die Hochvögte des Klosters Corvey gehörten dem Geschlecht der Northeimer an. Der letzte Northeimer, Graf Siegfried IV. von Boyneburg hatte zur Stärkung seiner Machtposition und seines Einflusses auf die Besitzungen des Klosters Corvey 1143 die Wahl seines Bruders Heinrich zum Abt von Corvey und seiner Schwester Judith zur Äbtissin von Kemnade durchgesetzt. Graf Volkwin II. von Schwalenberg hatte auch vergeblich versucht, seine Nichte als Äbtissin einzusetzen. Nach Siegfrieds Tod im Jahre 1144 gingen die Vogteirechte für das Kloster Corvey auf Hermann II. von Winzenburg über.
Als das Kloster unter Judith in Verruf kam, ließ der Papst sie von Kaiser Konrad III. vertreiben.
1147 schenkte Kaiser Konrad III. die Stifte Fischbeck und Kemnade der Benediktinerabtei Corvey und Kemnade wurde bis 1168 ein Mönchskloster. Danach stand es für 25 Jahre leer. Im Jahr 1542 erfolgte die Aufhebung des Klosters.
Die noch vorhandene, in ein Ensemble von Fachwerkhäusern und den Resten der Dorfkirche St. Dionysius eingebette romanische Kirche St. Marien wurde im Jahre 1046 geweiht. Die dreischiffige Pfeilerbasilika wurde aus dem örtlichen roten Sandstein und mit flacher Holzdecke errichtet. Die Fenster hat z. T. die Gotik verändert. In der Kirche wurde unter anderem der „Lügenbaron“ von Münchhausen in der Familiengruft beigesetzt. Auch hat sich der Sarkphag des 1380 verstorbenen Grafen Siegfried von Homburg erhalten. Nach Beschädigungen während des Dreißigjährigen Krieges wurden der Westturm und 20 Meter des Langhauses abgetragen. Die Vermalung des Chorraumes stammt aus dem 19. Jahrhundert.
(Quelle Wikipedia: » http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Kemnade )