empfehlenswert
Wehrden ist ein Dorf im Weserbergland, gehört zur Stadt Beverungen und liegt driekt am linken Weserufer zwischen dem Ortsteil Blankenau und Höxter-Godelheim am Fuß des Wildberges. Geopolitisch liegt Wehrden damit im östlichen Nordrhein-Westfalen (Ostwestfalen), im Dreiländereck mit Niedersachsen und Hessen und ist in unmittelbarer Nähe zu den Städten Beverungen und Höxter gelegen. Gegenüber von Wehrden auf der anderen Weser-Seite liegt die Gemeinde Fürstenberg (Niedersachsen) mit der Porzellanmanufaktur Fürstenberg im Renaissance - Schloss Fürstenberg.
Es ist davon auszugehen, dass Weredun, so die keltische Schreibweise des Ortes, weitaus älter ist, als die erstmalige Erwähnung in einer Schenkungsurkunde von 860 der hessischen Haduwy, Witwe des Billungers Amelung II., an die Reichsabtei Corvey vermuten lässt.
Von diesem Zeitpunkt an übt Corvey die Grundherrschaft über Wehrden aus. Später wird der Ort dem Adelsgeschlecht von Amelunxen als Lehen übertragen. Im Jahre 1697 errichtet der Fürstbischof von Paderborn, Hermann Werner Wolff-Metternich zur Gracht, das von Wolff-Metternich'sche Familienfideikommiss, bestehend aus den Gütern Amelunxen, Wehrden, Schirmeke und Löwendorf. Unter ihm erlebt das Dorf einen starken Aufschwung. So wird 1696 die halb verfallene ehemalige Wasserburg zum Teil abgebrochen und das jetzt noch vorhandene Schloss errichtet. Die Erbauung der Kirche wird im Jahre 1699 vollendet. Im 19. und 20. Jahrhundert wird der Kornackersche Saatzuchtbetrieb neben dem Gutshof der zweite Große Arbeitgeber und macht den Ort Wehrden weit über die Grenzen Westfalens berühmt.
Das alte gold über rot geteilte Wappen von Corvey bildet die Grundfarben. Ein gewelltes blaues Feld im unteren Teil symbolisiert die Weser, während der Wolf im oberen Feld aus dem Wappen des Fürstbischofs Wolff-Metternich, dem Erbauer von Schloss und Kirche zu Wehrden stammt. Der Bischofsstab erinnert an die vielen Verbindungen mit der Abtei Corvey und dem Bistum Paderborn, die Kornblume an Wehrden als Blumendorf zur Zeit des Kornacker’schen Samenzuchtbetriebes.
Nahe an der Weser befindet sich das Schloss Wehrden aus dem Jahr 1699 mit dem seit 1992 als Wohnanlage genutztem ehemaligen Gutshof. Der romantische alte Turm neben dem Schloss war Lieblingsplatz der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die oft in Wehrden weilte. Zwischen Schloss und Ort Wehrden liegt die katholische Kirche "Heilige Familie und Heiliger Stephanus", die im Auftrag des Fürstbischofs Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Architekt der beiden Bauwerke war Ambrosius von Oelde.
Zum Schloss gehörig ist ein alter, privat genutzter Park, sowie der angrenzende öffentliche "Neue Park" von 1895, der bis an den Weser-Radwanderweg [R99] reicht. Im Park des Schlosses sind folgende Bäume als Naturdenkmal ausgewiesen:
Gingko biloba
Süntel-Buche
Hainbuche - im öffentlichen "Neuen Park"
Pyramiden-Eiche (musste 2006 wegen Pilzerkrankung gefällt werden)
Kastanie
Die Homepage des Tischtennisclub Wehrden: » www.ttc-wehrden.de
